Verbraucher sind verwirrt

07.08.2018

Verband Pflegehilfe hat nichts mit den landesweiten Pflegestützpunkten in Schleswig-Holstein zu tun

Das Teams des Pflegestützpunktes (v.l.): Kersten Andresen, Kai Falck, Stefanie Hack und Sigrid Brügmann. Foto: pm

Neumünster (pm) - Auf seiner Internetseite www.pflegehilfe.org nennt sich der Verband auch „bundesweiter Pflegestützpunkt“. Verbraucher sind verwirrt und fragen an, ob dieser Verband etwas mit den landesweiten Pflegestützpunkten zu tun hat, die eine umfassende und unabhängige Auskunft und Beratung anbieten.
Nach Informationen auf der Homepage des Verbandes Pflegehilfe arbeitet dieser für Endverbraucher zwar kostenfrei, finanziert sich aber direkt über seine Verbandsmitglieder. Als Verbandsmitglieder sind Pflegedienste, Senioreneinrichtungen und Vertreiber seniorengerechter Produkte und Dienstleistungen angesprochen. Die Unabhängigkeit des Verbandes ist somit sehr fraglich.
Abgrenzung zu den landesweiten Pflegestützpunkten „Träger der Pflegestützpunkte in Schleswig-Holstein sind die Kreise und kreisfreien Städte sowie die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Schleswig-Holstein. Finanziert werden sie zusätzlich vom Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein.“, so Joanna Batista, Pflegerechtsexpertin bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Dafür gibt es einen gesetzlichen Auftrag, der im Sozialgesetzbuch verankert ist. Der hier genannte Verband führt nicht diesen Auftrag aus.“
Die landesweiten Pflegestützpunkte vermitteln Informationen über Hilfsangebote, beraten zu unterschiedlichen Wohnformen im Alter, ambulanten Hilfen, Pflegeeinrichtungen, weiteren Serviceangeboten, Finanzierungs-möglichkeiten sowie zu Leistungsansprüchen, Pflegegraden und vielem mehr.