Nach Kamerafahrt: SWN saniert Trinkwasserleitung

28.09.2018

Bis Ende November soll die Sanierung abgeschlossen sein

Neumünster (pm) - Ab Montag (1. Oktober) sanieren die Stadtwerke Neumünster (SWN) eine Trinkwasserleitung zwischen Emil-Köster-Straße, Amtmann-straße und Störstraße. Dazu errichten sie auf dieser Strecke im Abstand von je etwa 200 Metern Baugruben am Straßenrand. An diesen Stellen ist die Fahrbahn verengt; es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Amtmannstraße wird in Richtung Störstraße zur Einbahnbahnstraße. Grund für die Sanierung ist das Ergebnis einer Leitungsprüfung mit einem Kamera-Roboter. „Die Leitung ist noch okay, zeigt aber erste Verschleißerscheinungen; wir han-deln präventiv. Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel“, erklärt Thomas Junker, Geschäftsführer der SWN. Tino Schmelzle betont, dass die SWN so zügig, leise und sauber wie irgend möglich arbeite, um die Belastungen für Anwohner und Verkehr möglichst gering zu halten. Bis Ende November soll die Sanierung abgeschlossen sein.
Die SWN haben die Hauptleitung für Trinkwasser, die sie jetzt sanieren, in der vergangenen Woche stillgelegt und einen Kamera-Roboter durchfahren lassen. Seine Bilder zeigen, dass die 47 Jahre alte Leitung an einigen Stellen Ermüdungserscheinungen zeigt, an denen früher oder später Schäden auftreten könnten. „Um langfristig eine hohe Versorgungsqualität mit unserem guten Wasser zu gewährleisten, haben wir uns dazu entschieden, das bereits stillgelegte Rohr umgehend zukunftsfit zu machen“, erlärt Tino Schmelzle. Und das tun die SWN mit einem modernen hocheffizienten Verfahren: Sie ziehen einen sogenannten Inliner in das bestehende Rohr ein. „Das ist ein mit Harz getränkter Schlauch, der per Druckluft ausgedehnt wird. Die Harzmischung härtet aus und verbindet sich von innen mit dem Rohr“, erklärt Thomas Junker die Technik und fügt an: „Das geht schneller und ist kostengünstiger als eine offene Bauweise mit Graben.“ Da das Trinkwasser in diesem Zeitraum über das umliegende Rohrsystem umgeleitet wird, kann es weiterhin zu Druckschwankungen kommen.