Erweiterung von Tempo 30 in Einfeld

24.11.2017

Weniger Geschwindigkeit – Mehr Sicherheit für Kinder und Senioren

 

Demnächst gilt am Roschdohler Weg in Höhe der Alexander-von Humboldt-Schule Tempo 30 von 7 bis 17 Uhr. Foto: Szymura

Neumünster (rjs) – „Der Schulweg wird in Einfeld ein wenig sicherer“, freut sich Stadtteilvorsteher Sven Radestock. Vor gut einem Jahr hatte der Stadtteilbeirat die Verkehrsbehörde gebeten, von der neuen Gesetzteslage Gebrauch zu machen, die Tempo-30-Zonen vor Schulen und Seniorenheimen leichter ermöglichen soll. Jetzt kam die Nachricht aus dem Rathaus: An drei Stellen werden Autofahrer künftig ihre Geschwindigkeit reduzieren müssen. Betroffen sind der Roschdohler Weg in Höhe der Alexander-von-Humboldt-Schule im Zeitraum von 7 bis 17 Uhr über eine Strecke von 200 Metern. Bei der Grund- und Gemeinschaftsschule an der Dorfstraße wird der Tempo-30-Bereich bis zur Feuerwehr Einfeld erweitert. Außerdem wird eine 30-Zone bei der Seniorenwohnanlage Tannhof an der Kieler Straße eingerichtet. „Mir ist klar, dass dies nicht allen Autofahrern gefallen wird. Ich bitte aber um Verständnis und hoffe auf die Einsicht, dass es hier nicht darum geht, Freiheit einzuschränken, sondern um mehr Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer“, so Radestock.      

Für den Bereich Tannhof dürfte Tempo 30 übrigens zunächst nur der erste Schritt sein, um den älteren Menschen das Queren der Straße zu ermöglichen. Die Stadt hatte dem Stadtteilbeirat bereits vor Monaten mitgeteilt, dass der Bereich von einem Fachbüro überplant werde. Ziel ist es, eine Verkehrsinsel als Überquerungshilfe zu installieren. Ein Knackpunkt bleibt aus Sicht des Stadtteilbeirates indes die Kreuzung Dorfstraße/ Looper Weg/ Roschdohler Weg/ Uferstraße. „Die Situation dort ist sehr kritisch. Die Stadt hatte es bereits abgelehnt, hier Tempo 30 einzurichten. Ich habe daraufhin noch einmal an die Verwaltung geschrieben: ‚Einer städtebaulichen Lösung, wie vorgeschlagen, will ich mich keineswegs verschließen. Diese ist sicher die beste Lösung, ließe sich jedoch erst mit erheblichem zeitlichen Verzug umsetzen.‘
Die Kreuzung ist zum einen offizieller Schulweg, außerdem sind in Folge der neuen Wohnsituation jetzt häufiger ältere (zum Teil mit Rollator ausgestattete) Menschen anzutreffen, deren Weg zur Nahversorgung unweigerlich über die Kreuzung führt. Autofahrer beklagen sich bei mir immer noch beinahe wöchentlich über die Unübersichtlichkeit, vor allem aus Richtung Roschdohler Weg kommend. Und dass die Situation für Radfahrer hier äußerst gefährlich ist, bekomme ich selbst nicht nur täglich zu spüren, wir haben es auch bei der Beratung über den Radwegeplan deutlich angemerkt“, erläutert Sven Radestock. „Ich halte es somit nach wie vor für die einfachste und effektivste kurzfristige Lösung, zumindest aus Richtung Loop für den Kreuzungsbereich Tempo 30 einzurichten, bis eine städtebauliche Lösung gefunden wurde“, so Radestock weiter.  

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