Ein neuer gesetzlicher Feiertag

23.02.2018

Reformationstag gibt Impulse für Neumünster

Propst Stefan Block freut sich über die Entscheidung des Landtages und über die inhaltliche Debatte zum Reformationstag. Foto: pm

Schleswig-Holstein hat einen neuen gesetzlichen Feiertag. Das stößt auch im Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein auf Zustimmung.

Propst Stefan Block freut sich über die Entscheidung des Landtages und über die inhaltliche Debatte zum Reformationstag. „Das ist kein Gedenktag des Lutherkultes“, stellt der leitende Geistliche aus Neumünster klar. Vielmehr möchte er den Tag der Reformation als Mahnung an Glaubende aller Richtungen und Religionen verstanden wissen: „Dass wir den Glauben in aufgeklärter Verantwortung vor Gott gemeinsam leben - und zwar in Respekt vor den Menschen, die anders oder überhaupt nicht glauben.“

In Neumünster sei bereits zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ deutlich geworden, welche Impulse, Werte und Haltungen dieser Feiertag in die Stadt tragen kann. „Besonders wichtig ist für mich in diesem Zusammenhang, das Gewissen hoch zu schätzen, genauso wie die Freiheit, die sich am Ende allein an Gott gebunden weiß“, hebt der Propst hervor. Deshalb kann Block in der Feier des Reformationstags auch keinerlei konfessionelle Abgrenzung erkennen. „Im Gegenteil, dieser Feiertag ist die inhaltliche Zuspitzung, worum es beim Christsein eigentlich geht.“ Schon im vergangenen Jahr habe man das mit einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst in der Neumünsteraner Anscharkirche gefeiert, bei dem Block und der katholische Dechant Peter Wohs sich die Predigt teilten.